Russland

Politisch motivierte Ausladung westlicher Journalisten? Peskow widerspricht Darstellung des Spiegel

In diesem Jahr findet die Militärparade anlässlich des Tags des Sieges in Moskau in verkleinertem Format statt. Von der Reduzierung der Plätze sind auch Medien betroffen. Der Spiegel unterstellt, Moskau wolle ausländischen Journalisten den Zugang verweigern. Kremlsprecher Dmitri Peskow widerspricht.
Politisch motivierte Ausladung westlicher Journalisten? Peskow widerspricht Darstellung des SpiegelQuelle: Sputnik © Kristina Solovyova

Am Samstag finden in Moskau die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges statt. Der Jahrestag des Sieges über das faschistische Deutschland jährt sich zum 81. Mal. Die große Militärparade über den Roten Platz findet dieses Jahr allerdings in einem reduzierten Format statt. Davon sind auch Medien betroffen, die über das Ereignis berichten wollen.

Der Spiegel schlachtet das nun in gewohnt propagandistischer Weise aus und behauptet, Russland habe ausländische Journalisten gezielt von der Militärparade am 9. Mai in Moskau ausgeladen. Die Spiegel-Darstellung legt nahe, dass insbesondere internationale Medien von der Berichterstattung ausgeschlossen oder politisch ausgesiebt wurden.

Kremlsprecher Dmitri Peskow weist diese Interpretation vehement zurück. Nach seiner Darstellung wurden nicht gezielt ausländische Medien ausgeladen, sondern aufgrund eines geänderten Veranstaltungsformats die insgesamt zugelassenen Medienkontingente reduziert. Demnach seien alle bereits akkreditierten Medien mit dem Hinweis kontaktiert worden, dass wegen organisatorischer Änderungen die Zahl der Vertreter verringert werde. Betroffen gewesen seien demnach sowohl internationale Mediengruppen als auch russische Medien. Von größeren Gruppen sei jeweils zumindest ein Teil zugelassen geblieben.

Die Parade wird morgen ab 9 Uhr auf RT DE live übertragen. 

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